DiskStation Manager – das Betriebssystem von Synology NAS

Der DiskStation Manager oder kurz DSM ist das Betriebssystem eures Synology NAS. Genauer ausgedrückt ist es ein auf einem Linux-Kernel basierendes Betriebssystem sowie die Weboberfläche des Betriebssystems. Für das Bedienen eines Synology NAS benötigt ihr keine Client-Software. Ihr könnt von jedem Gerät aus auf euer NAS zugreifen, sofern ihr das nicht sperrt. Ihr könnt sogar weltweit auf euer NAS zugreifen, von jedem Computer mit Internetverbindung aus.

Aber schön der Reihe nach. Mit dem DSM verwaltet ihr nicht nur euer Synology NAS und deren Benutzer, ihr habt auch Zugriff auf alle grundlegenden Funktionen. Der DiskStation Manager ist die ultimative Steuerzentrale. In diesem Beitrag erkläre ich euch, wie ihr die Benutzeroberfläche bedient und an eure Bedürfnisse anpasst. Ihr lernt, wie ihr Benutzer anlegt und deren Rechte anpasst und wo welche Einstellungen zu finden sind.

Die DiskStation Manager-Benutzeroberfläche in Synology NAS

Die Benutzeroberfläche des DSM sieht ähnlich aus wie die herkömmlicher Desktop-Betriebssysteme. Sie weist auch dieselben Elemente auf, die auch die Oberflächen anderer Betriebssysteme ausmachen. Es gibt eine Taskleiste, ein Hauptmenü, einen Desktop mit Symbolen und Desktop-Widgets.

 DiskStation Manager Synology NAS
Aus: „Private Cloud und Homeserver mit Synology NAS“ von Andreas Hofmann, S. 65. Die unveränderte DSM-Oberfläche.

Die Taskleiste des DiskStation Manager

Die Taskleiste des DSM ist der von Windows sehr ähnlich, auf der linken Seite befindet sich der Button, der das Hauptmenü öffnet (1 – erste Abbildung unten). Startet ihr eine Anwendung, wird ihr Symbol im mittleren Bereich der Taskleiste angezeigt. Ihr könnt mit einem Klick auf das Symbol zwischen den aktiven Fenstern hin und her schalten. Bleibt ihr mit dem Mauszeiger über einem Symbol, wird euch eine Miniaturansicht des Fensters angezeigt. Auf der rechten Seite seht ihr eine Reihe von Icons, die Zugriff auf eine Reihe von Grundfunktionen bieten. Die Anzahl der Icons variiert, je nachdem in welchem Zustand sich euer NAS befindet. Vier Icons sind aber immer vorhanden:

2 – Unter dem Sprechblasen-Icon findet ihr die Systembenachrichtigungen eures NAS.

3 – Unter dem Benutzer-Icon verbirgt sich eine Auswahl an diversen Optionen und Aktionen, die der aktuell angemeldete Benutzer durchführen kann.

4 – Über die Lupe gelangt ihr zur Suchfunktion des NAS.

5 – Mit dem Widget-Icon könnt ihr die Anzeige der Desktop-Widgets ein- und ausschalten.

Weitere Icons im DiskStation Manager

6 – Schließt ihr externe Massenspeicher-Geräte an euer Synology NAS an (entweder über USB oder eSata), erscheint dieses Icon in der Taskleiste. Ein Klick darauf zeigt euch alle verbundenen Geräte. Hier könnt ihr die Geräte auch wieder auswerfen.

Wichtig: Werft die Geräte immer aus, bevor ihr sie vom NAS trennt. Dieser Hinweis wird wohl ebenso häufig ignoriert wie das Popup mit dem Software-Lizenzvertrag. Das Trennen des Massenspeichers, ohne ihn vorher auszuwerfen, kann aber tatsächlich zu Datenverlust führen. Daten, die zum oder vom externen Speicher übertragen werden, werden gecacht. Trennt ihr die Verbindung, ist nicht sichergestellt, dass alle Daten dort sind, wo sie hingehören. Während sich der Cache in Windows deaktivieren lässt und externe Speicher sofort abgezogen werden können, steht euch diese Möglichkeit auf dem NAS nicht zur Verfügung. Gerade bei Modellen mit schwächerer CPU oder bei hoher Auslastung kann es leicht zu beschädigten Daten kommen.

7 – Das Icon für die Hintergrundaufgabe. Hier handelt es sich um Aufgaben, die ihr in DSM gestartet habt, die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Es handelt sich meist um das Kopieren, Verschieben oder Entpacken größerer Datenmengen. Startet ihr eine solche Aufgabe, öffnet sich ein kleines Popup, ähnlich wie ihr es von Windows oder anderen Systemen kennt. Im Unterschied zu diesen blockiert hier DSM alle anderen Funktionen. Mit dem Button AUSBLENDEN lässt sich das Popup aber schließen und die Aufgabe wird im Hintergrund fortgeführt, angezeigt durch das Icon in der Taskleiste. Dieses funktioniert im Übrigen genauso wie das der Upload-Aufgaben. Auch hier könnt ihr die Aufgaben in einem separaten Fenster öffnen.

 DiskStation Manager Synology NAS
Aus: „Private Cloud und Homeserver mit Synology NAS“ von Andreas Hofmann, S. 67. Aufgaben, die länger dauern, können Sie in den Hintergrund verschieben.

Hinweis: Das separate Fenster heißt übrigens Dateiaufgaben-Monitor. Es ist dasselbe Fenster für Up- und Downloads, Hintergrundaufgaben und E-Mails. Sie können mithilfe der Tabs im Fenster zwischen den einzelnen Aufgabenbereichen hin und her schalten.

8 – Das Icon für Uploads taucht immer dann auf, wenn ihr von einem anderen Gerät Dateien auf euer NAS hochladet. Der Upload läuft im Hintergrund, klickt ihr auf das Icon, öffnet sich ein Popup mit den nächsten fünf Upload-Aufgaben.

 DiskStation Manager Synology NAS
Aus: „Private Cloud und Homeserver mit Synology NAS“ von Andreas Hofmann, S. 67. Das Hochladen findet im Hintergrund statt, Sie können sich aber jederzeit einen Überblick verschaffen.

Ihr seht hier den Fortschritt der einzelnen Aufgaben und könnt diese auch mit einem Klick auf das X abbrechen. Der Button ALLE öffnet ein separates Fenster, in dem ihr alle Upload-Aufgaben mit detaillierten Angaben zu Größe, Upload-Geschwindigkeit und verbleibender Zeit findet.

9 – Den Pilot View müsst ihr erst aktivieren, damit ihr das Icon dafür in der Taskleiste seht. Klickt dazu auf das Benutzer-Icon und öffnet den Bereich PERSÖNLICH. Im Reiter SONSTIGES setzt ihr den Haken bei PILOT VIEW IN DER TASKLEISTE AKTIVIEREN. Der Pilot View ist ähnlich der -Tastenkombination oder der neuen Schaltfläche AKTIVE ANWENDUNGEN unter Windows. Ihr seht alle offenen Anwendungen und Fenster in einer Übersicht als Miniaturen. Das hilft, den Überblick zu bewahren, wenn besonders viele Anwendungen oder Fenster offen sind.

 DiskStation Manager Synology NAS
Aus: „Private Cloud und Homeserver mit Synology NAS“ von Andreas Hofmann, S. 68. Der Pilot View bringt eine rasche Übersicht über einen vollen Desktop.

Symbole an die Taskleiste heften

Wie auch bei anderen Betriebssystemen könnt ihr besonders häufig genutzte Anwendungen an die Taskleiste heften. Öffnet dazu die gewünschte Anwendung. Klickt mit der rechten Maustaste auf das Symbol und wählt den Eintrag ZUR TASKLEISTE LEGEN. Schließt ihr die Anwendung, bleibt euer Symbol in der Taskleiste, über das ihr die Anwendung jederzeit starten könnt.

Das Hauptmenü des DiskStation Manager

Im Hauptmenü (siehe Abbildung oben, 1) findet ihr alle auf dem NAS installierten Anwendungen, unabhängig davon, ob es sich um vorinstallierte Programme oder von euch selbst installierte Pakete handelt.  Hier werden immer alle Pakete angezeigt, unabhängig davon, ob ihr sie zusätzlich auf dem Desktop abgelegt oder an die Taskleiste gepinnt habt. Das

Hauptmenü bietet euch auch eine Suchleiste, mit der ihr nach installierten Paketen suchen könnt. Die Suche startet, sobald ihr mit dem Tippen beginnt, und zeigt euch alle Ergebnisse zur aktuellen Eingabe.

Symbole zum Desktop hinzufügen

Ihr könnt Symbole auf dem Desktop ablegen, indem ihr sie aus dem Hauptmenü herauszieht

und am Desktop ablegt oder indem ihr auf das Symbol im Hauptmenü rechtsklickt und ZUM DESKTOP HINZUFÜGEN auswählt.

Das Hauptmenü als Liste

Standardmäßig wird das Hauptmenü als Kachelansicht mit abgedunkeltem Hintergrund dargestellt. Ihr könnt euch das Hauptmenü aber auch als Liste anzeigen lassen. Klickt dazu auf das Benutzer-Icon und öffnet den Bereich PERSÖNLICH. Im Reiter DESKTOP findet ihr den Punkt HAUPTMENÜSTIL. Im Dropdown-Menü wählt ihr die Option DROP-DOWN. Öffnet jetzt das Hauptmenü, klappt eine Liste auf, in der die Symbole in drei Spalten angeordnet sind.


Buch: Private Cloud und Home Server mit Synology NAS

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch „Private Cloud und Home Server mit Synology NAS“ von Andreas Hofmann. Alle Infos zum Buch, das Inhaltsverzeichnis und eine kostenlose Leseprobe findet ihr bei uns im Shop.

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